|
4. Ein Modell entsteht.
Im folgenden sehen Sie in einzelnen Schritten anhand von Fotographien, wie ein Fahrzeugmodell entsteht.
Grundlage bilden im wesentlichen weiße Platten aus Polystyrol in Stärken von unter 1 mm bis etwa 3 mm. Weitere Baumaterialien sind Draht und in Einzelfällen Lindenholz. Um dickere Bauelemente zu schaffen, werden Kunststoffplatten mit verschiedenen Klebern (Pattex Classic, Pattex-Sekundenkleber, Kunststoffkleber) zusammengeklebt und hernach bearbeitet. Hierbei kommt Spachtelmasse aus dem Automobilzubehör zum Einsatz. Sehr viele Teile müssen etliche Male zugeschnitten, gebogen, verklebt und danach - häufig etliche Male - geschfiffen werden, bis sie die richtige Form erhalten. Das Schleifpapier hat unterschiedliche Stärken, wobei das feinste Papier, welches es am Markt gibt, jeweils vor der Endmontage und dem Lackieren zum Einsatz kommt. Das Lackieren erfolgt per Hand sowie mittels einer Spritzpistole, die ihre Druckluft von einem professionellen Miniatur-Kompressor für Design-Bureaus erhält. Die Lacke werden in der Regel im Modellbauhandel bezogen.
|
|
Bau des Fahrgestells und Unterflurmotors. Vorgefertigt sind nur Reifen und Felgen.
|
Gebogene Polystyrol-Teile lassen sich nur bedingt herstellen. Zumeist muss viel zusammengeklebt, zurechtgeschliffen, gespachtelt und erneut geschliffen werden.
|
Genau, das heißt auf Bruchteile von Millimetern, müssen Teile verarbeitet werden, erst recht, wenn sie beidseitig vorhanden sind.
|
|
Unten sind die Seitenteile dicker als oben. Daher reicht das "Blech" zunächst nur bis in Fensterhöhe.
|
Beim hier vorgestellten Modell handelt es sich um eine Sattelzugmaschine des Typs Büssing Burglöwe, US 5/10, Baujahr um 1960, im Maßstab 1 zu 24. Als Fertigteile konnten nur die Reifen und Felgen eines Revell-Baukastens verwendet werden. Sämtliche weiteren Teile (654 Stück) wurden per Hand einzeln angefertigt, auch der Motor, der bei diesem Fahrzeugtyp als Unterflurmotor in den Rahmen gebaut wurde.
|
Der Motor ist nicht verkleidet und dadurch für den Betrachter des Originals wie auch des Modells sichtbar. Er musste somit möglichst genau nachgebaut werden, ebenso wie Luftfilter und -rohre, Einspritzpumpe, Dieselleitungen und dergleichen mehr.
|
|
Auftraggeber für dieses Modell war die Spedition Keller & Keller in Baden-Würtemberg.
|
|
Das dach muss noch geschliffen werden.
|
|
Alufarben leuchten die Leitungen von der Einspritzpumpe zur den 6 Zylindern.
|
Die inneneinrichtung. Sie muss exakt nachgebildet werden, da sie auch von außen gesehen werden kann.
|
Das fertige Modell.
|
|
Bild 118.jpg
|
Der Arbeitsplatz.
|
Im Vergleich: Hier das Modell....
|
|
... und hier das Original.
|
|
|
|
Top |